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10.10.2016 | Köln

Musik vom Alchemisten

© reggae-interviews.de
Foto: reggae-interviews.de
Ursprünglich kommt er aus Münster, jetzt hat er seinen Platz in der süddeutschen Reggae-Diaspora. Aus diesem Gefühl heraus schrieb Stephen Keise den Song „Ronja Reggaetochter“ – zu dem er auch ein Video gedreht hat. Es ist ein Neustart, über den wir mit ihm gesprochen haben.


Stephen, du drehst aktuell beim Summerjam den Videoclip zu deinem Song „Ronja Reggaetochter“. Worum geht es in dem Song und was habt ihr euch fürs Video ausgedacht?


stephen keise Ronja ist einfach eine Metapher. Ronja Reggaetochter steht für jeden Reggaefan, ob männlich oder weiblich, egal. Das ist jemand der zum Festival gehen und komplett abschalten will. Den Alltag vergessen und gute Vibes versprühen. Ronja wohnt in der Provinz und muss dort raus, alles ist grau. Sie nimmt ihren Mut zusammen, packt ihren Kram und macht sich auf den Weg in die große weite Welt – girl meets world. Ich habe mir für das Video Unterstützung von Mirco Polo geholt, wir drehen jetzt drei Tage lang auf dem Summerjam.





Ist das dein erstes Video?


stephen keise Genau, „Make your Debut“, lautet ein Werbeslogan grad bei der Fußball-EM (schmunzelt). „First never follows“ finde ich auch gut. Das ist mein erstes Video und garantiert nicht mein letztes.


Gleichzeitig hast du eine EP herausgebracht.


stephen keise Ja, das ist aber nichts offizielles, absolut Low Budget bei mir zuhause aufgenommen. Es ist ein Demo und eine CD für enge Fans und Freunde. Die Single „Ronja Reggaetochter“ ist aber vernünftig von Tailormade Productions in Köln gemastert worden. Ich lasse das lieber Leute machen die wissen, wie es geht. Tailormade hat auch mein Album von 2012 gemacht, wir haben eine sehr schöne gechillte Beziehung aufgebaut.


Kann man „Ronja Reggaetochter“ dann überhaupt einen Neustart für dich nennen?


stephen keise Doch, auf jeden Fall. Das ist sehr gut erkannt. Nach „Unite“ mit Mellow Mark (von September 2015; Red.) war ich noch nicht als Solokünstler in Erscheinung getreten. Ich bin aber jetzt bereit dafür, es ist Zeit. Die Leute kommen auch beim Summerjam schon auf uns zu. Die Kommentare die wir bekommen, kommen so von Herzen, alle machen mir Mut, dass ich mein Ding machen soll. Und ich habe das auch vor.


© reggae-interviews.de
Foto: reggae-interviews.de



"Seeed ist auf jeden Fall für mich die Nummer eins, weil sie ihren eigenen Style haben.





Was ist dein Ziel mit der Musik?


stephen keise Mein Ziel ist es – und ich hoffe er liest es – dass Guido Craveiro irgendwann einmal ein Album von mir produziert. Bis dahin ist es aber noch ein längerer Weg. Wir kennen uns schon, er ist ja auch gerade mit Frank Dellé beim Summerjam, die Show werde ich mir auf jeden Fall auch anschauen. Viele Grüße! Seeed ist auf jeden Fall für mich die Nummer eins, weil sie ihren eigenen Style haben.


Was ist denn dein Style?


stephen keise Reggae-Rap – nach Mellow Mark, D-Flame oder Raggabund die zweite Generation. Ich habe letztens einen Tune gemacht, „You built this city of german reggae“, ich habe ihn an Raggabund und Dellé geschickt und tolles Feedback bekommen.


Sind das Leute von denen du dir was abschaust?


stephen keise Auf jeden Fall. Gerade was zum Beispiel das Songwriting von Peter Fox angeht – diese klaren Strukturen und schönen Geschichten, die es noch nie vorher gab. So wie bei Ronja Reggaetochter – wenn ich eine Musikerin geworden wäre, würde ich mich übrigens so nennen. Die erste Zeile, „sie tanzt wie ein Kolibri, ihre Dreads fliegen wie noch nie“ ist mir eingefallen, als ich morgens mit meinem Hund spazieren gegangen bin. Als ich nach Hause kam habe ich den Song sofort aufgeschrieben. Es kam sofort ein Feedback, sogar von einer Ronja. Für das Video haben wir die wunderschöne Aileen gewinnen können.


Neben der Geschichte von Ronja Reggaetochter: Welche Themen packst du noch in deine Musik?


stephen keise Auf jeden Fall die Jugend. Der nächste Tune heißt „Genius Youth“, den ich releasen möchte. Der Song beschreibt die Kreativität der Jugend. Ansonsten sind meine Themen Babylon anzuprangern und einen neuen Weg aufzuzeigen. Sein eigener Chef zu sein.





Umtreibt es dich, dass man gesellschaftlich an viele Dinge gebunden ist?


stephen keise Ja. Ich bin Veganer – seit zwei Wochen (lacht). Ich finde das ist ein Weg, sich zu befreien und die Industrie zu stoppen. Ich finde es steckt viel dahinter, viel Disziplin. Plant based diet ist für mich the biggest riot. Es ging auch nicht unbedingt um die Tiere, sondern um meinen eigenen Körper. Ich war immer etwas down nachdem ich Fleisch gegessen hatte. Eine Freundin hat mir dann erzählt, dass Fleisch zwei Tage braucht, um vom Körper abgebaut zu werden.


Machst du daraus den nächsten Song?


stephen keise Nicht wenn ich erst seit zwei Wochen dabei bin. Vielleicht in drei Jahren mal.


Nimmst du solche Themen aus deinem Alltag?


stephen keise Absolut. Das ist Alchemisten-Musik. Ich befreie mich und andere gleichzeitig.



____________________________________________________________


text: fsch
fotos: reggae-interviews.de


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