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11.07.2016 | Köln

Die Kunst des Zuhörens

© Foto: Pascal Bünning
Foto: Pascal Bünning
Die Zeiten sind schnelllebig. Smartphones und das Internet haben den menschlichen Takt angezogen. Es bleibt kaum Muße, sich für lange und intensive Gespräche ohne Ablenkung hinzusetzen. Gentleman und Ky-Mani Marley haben etwas gegen diese Entwicklung. Deshalb legen sie in ihrem neuen Album „Conversations“ den Fokus auf den zwischenmenschlichen Austausch. Zeit für eine neuerliche Conversation mit dem 41-jährigen Wahlkölner.


Tilmann, nach „Live Your Life“ mit Richie Stephens kommt das nächste Collabo-Album. Hast du Gefallen daran gefunden, mit anderen Künstlern Projekte zu machen?


gentleman Ja, schon. Zum einen ist es erfrischend, zum anderen bin ich ein Teamplayer. Bei einem Collabo-Album kann man sich gegenseitig unterstützen, viel geben und viel Last nehmen. Im kreativen Prozess ist das einfacher. Mit Richie war das damals übrigens so gar nicht geplant. Wir hatten vier Songs aufgenommen, und dann kam die Idee, dass jeder noch drei Solosongs beisteuert und wir noch zwei Combinations aufnehmen, damit wir zusammen touren können. Bei Ky-Mani war es vom Prozess her ganz anders. Wir haben mehr miteinander gearbeitet, aber es hat sich auch eine Leichtigkeit eingeschlichen. Ky-Mani ist jemand, der sehr zuvorkommend ist und es einem leicht macht, was das Kreative angeht. Ich habe viel im Studio in Köln vorproduziert und ihm die Ideen geschickt. Wir haben das zusammen ausgefeilt und es hat sich alles sehr natürlich angefühlt.






Ky-Mani war schon als Feature auf deinem Unplugged-Album. Hat sich durch die neue Zusammenarbeit euer Vibe gefestigt oder hat es schon vorher zwischen euch gepasst?


gentleman Die Verbindung war da. Sonst hätte er mich nicht gefragt, ein Album aufzunehmen. Wir haben uns von Anfang an gemocht und es gibt viele Gemeinsamkeiten. Wir sind im selben Alter, sehr familiär bestimmt, beide rastlos und dauernd unterwegs. Was Hoffnung, aber auch Zweifel angeht, gibt es ganz viele Gemeinsamkeiten. Wir haben musikalisch denselben Geschmack. Das hat es natürlich alles wesentlich einfacher gemacht als wenn man verkrampft versucht, irgendwie miteinander Musik zu machen. Ich glaube das ist das erste, was man spürt, und dann findet der Rest ohne großen Masterplan statt.


Du hast gerade gesagt, dass du die Songs vorproduziert hast. War noch jemand dabei, zum Beispiel von der Evolution Band? P
gentleman Ich habe den Großteil des Albums mit Clayton „Clay“ Morrison in meinem Kölner Studio produziert. Wir haben das schon relativ ausproduziert, aber durch verschiedene Live-Elemente noch ein I-Tüpfelchen draufgesetzt. Bei „Simmer Down“ hat Dean Frazer das Saxophon eingespielt. Die Evolution Band war bei ein paar Songs dabei. Die Lyrics haben wir in einem Writing Camp ausgearbeitet. Neben Ky-Mani waren auch Clay und Daddy Rings mit dabei, um die Grundideen auszufeilen. Das Produkt ist eine unglaublich gute Teamarbeit. Da hat alles gepasst und einfach tierischen Spaß gemacht.


Sind die Lyrics dem Titel entsprechend direkt aus Gesprächen entstanden?


gentleman Ja, immer. Es gibt nicht einen Song, der nicht aus einem Gespräch oder aus dem Zuhören heraus entstanden ist. Die Kunst des Zuhörens ist der erste Schritt zur Kreativität – aufeinander zu hören und sich auszutauschen. Wir waren uns bei unseren ersten Gesprächen relativ schnell einig, wo wir hinwollen. Wir haben unsere Unterhaltungen in Musik gepackt. Es ist einfach ein super Ansatz, aus einem Gespräch einen Song zu machen.


© Foto: Pascal Bünning
Foto: Pascal Bünning



"Wenn wir uns nicht die Zeit nehmen, uns zuzuhören, wird es dunkel. Das ist der erste Schritt zum Missverständnis."



Was war denn zuerst da? Die Idee, das Album durch Gespräche aufzubauen, oder habt ihr euch unterhalten und anschließend daraus den Titel geformt?


gentleman Der Titel kam wirklich ganz zum Schluss. Ich habe zu diesem Zeitpunkt viel Pink Floyd gehört (lacht). Ich mag diese Soundteppiche und diese Reise. Du legst die Nadel auf die Platte und bis zum Ende hörst du einen Klangteppich. Das war ein bisschen das musikalische Konzept, wir haben die Songs mit verschiedenen Ambient-Sounds wie Regen oder Kindergeräuschen anfangen lassen. Die wollte ich einfach auf der Platte haben. Dann kam die Idee, dass wir uns über diesen Sounds in Form von Skits über den Song unterhalten. Das fing bei „Way Out“ an, dem Refugees-Song. Wir haben darüber gesprochen, dass momentan 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind, und das Ganze als Intro aufgegriffen. Davon haben wir dann noch mehr gemacht und schließlich gesagt, „let’s call the album ‚Conversations‘“.


Die Skits dienen also dazu, das rüberzubringen, was euch an den Songs wichtig ist?


gentleman Genau.


Warum findet ihr das Thema an sich so wichtig, dass ihr es gleich zum Titel gemacht habt?


gentleman Weil wir beide der Meinung sind, dass das im Moment so ein bisschen fehlt. Gespräche sind das, was wir als Menschen intensivieren müssen. Ich glaube, wenn wir uns hinsetzen, uns Zeit nehmen, und auch mal runterkommen – da ist dann wieder „Simmer Down“ im Spiel – dann verstehen wir uns besser. Wenn wir uns nicht die Zeit nehmen, uns zuzuhören, wird es dunkel. Das ist der erste Schritt zum Missverständnis. Es ist der rote Faden des Albums: Setzt euch hin und habt mal eine Conversation, tauscht euch aus!


Woran machst du es in der Gesellschaft fest, dass der Austausch fehlt?


gentleman Ich bin ja Zeitzeuge. Wenn ich mich in unseren Breitengraden umschaue und sehe, dass die radikalen Ränder lauter werden und die Mitte immer mehr wegbricht, dann beobachte ich das mit Besorgnis. Trotzdem glaube ich aber an die Balance. Das schwingt bei dem Album mit. Ich glaube nicht mehr an den Weltfrieden und dass wir alle miteinander in Einklang leben, aber ich glaube an die Balance. Außer den radikalen Rändern gibt es viel mehr Menschen, die eine gesunde Einstellung zum Leben haben. Die sind nur leider zu still. Da ist Musik natürlich ein wunderschönes Mittel um Debatten auszulösen, zu mobilisieren und zu sensibilisieren. Das ist etwas, was ich immer am Reggae gemocht habe – es ist eine Musikrichtung, die immer Dinge hinterfragt hat und kritisch, aber auch entertaining sein kann.


© Foto: Pascal Bünning
Foto: Pascal Bünning


"Das Telefon wegzulegen und nicht auf seine E-Mails zu schauen, ist mittlerweile eine Herausforderung geworden. Ich ertappe mich ja selbst dabei."



Du hast die radikalen Ränder angesprochen. Die Diskussion läuft, ob man sich mit Menschen von AfD und Pegida an einen Tisch setzen soll. Würdest du mit denen eine Conversation halten?


gentleman Ich finde, das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich denke ich, dass man gegen Ignoranz nicht ankommt. Wenn jemand ignorant eingestellt ist, kann er auch nicht zuhören. Dann ist eine Conversation gar nicht möglich. Das muss auf Beidseitigkeit beruhen. Ich glaube unter diesen Leuten gibt es solche und solche. Wo Bereitschaft gezeigt wird, seinem Gegenüber zuzuhören, sollte man sich auf jeden Fall hinsetzen und sprechen. Es ist nur manchmal schwierig, das zu unterscheiden – ganz klar.


Wie häufig führst du selbst echte Conversations, bei denen man Zeit hat?


gentleman Ich glaube es geht gar nicht ums Viel, sondern ums Immer wieder mal. In den Texten steckt der Wunsch danach, und da kommt das Persönliche ins Spiel: Wir sind so viel unterwegs, ich habe so viele Länder gesehen, ohne sie wirklich zu sehen, und habe wenig Zeit, um zu reflektieren. Das erfordert einen gewissen Grad an Wachsamkeit, der nicht immer einfach zu halten ist. Ich glaube man kann sich aber schon vornehmen, sich die Zeit zu nehmen und mit jemandem auszutauschen. Das Telefon wegzulegen und nicht auf seine E-Mails zu schauen, ist mittlerweile eine Herausforderung geworden. Ich ertappe mich ja selbst dabei. Die Ablenkung macht es schwer, fokussiert zu bleiben. Man macht dann viel, aber eigentlich gar nichts.


Ist das auch ein Teil vom Song „Questions“? Dass immer neue Fragen auftauchen?


gentleman Vor allem die unbeantworteten Fragen sind das Hauptthema. Wir drehen uns anscheinend im Kreis. Natürlich ist das auch ein kritischer Song. In der ersten Strophe geht es zum Beispiel darum, was die Kids in der Schulklasse unterrichtet bekommen. Wenn ich mir als Vater eines 15-jährigen Sohnes das Schulsystem angucke, könnte ich teilweise echt kotzen. Das Potenzial wird gar nicht richtig gefördert. Es wird viel mehr auf die Schwächen geachtet, und die Lehrer sind zurecht überfordert. Ich bin da ganz Precht (Philosoph und Sachbuchautor; Red.), der darüber in seinem Buch geschrieben hat. Ganz viel von dem, was er sagt, kann ich nur teilen. Wir unterschätzen, wie wichtig und prägsam die Schulzeit ist. Es gibt einfach Fragen, die immer unbeantwortet bleiben.


Treibt es dich selbst um, dass du auf Manches keine Antwort hast?


gentleman Absolut.


Du hast das Schulsystem angesprochen. Wenn wir schon dabei sind – wie würdest du denn Schule gestalten?


gentleman Manchmal geht es gar nicht darum, die große Lösung parat zu haben, sondern erst einmal Sachen auszuschließen. Ich merke immer wieder, dass es schwierig ist, das individuelle Potenzial in diesem Schulsystem herauszufinden und zu pushen. Alleine Noten zu geben und sitzenbleiben zu können halte ich für albern. Der Druck führt zu einem Lernverdruss. Kinder und Jugendliche sind schon extrem gestresst, anstatt dass sie spielerisch an die Sachen rangehen können. Es gibt viele Punkte, die man ändern könnte. Aber wir sind so drin in unserem Bürokratiedschungel und in den eingestaubten Schulbüchern. Ein Beispiel dafür ist Kolumbus – der wird immer als Held dargestellt. War er das tatsächlich? Wir könnten stundenlang darüber reden, was in den Schulbüchern Priorität hat, und was nicht.






Beim Thema Stress und Druck sind wir schon wieder bei „Simmer Down“, was ihr euch vermutlich sehr bewusst ausgesucht habt – als Cover von Ky-Manis Vater Bob und mit Marcia Griffiths als Feature. Wie seid ihr auf das Lied gekommen?


gentleman Nachdem wir acht Songs in Miami gevoict hatten, meinte Ky-Mani, „it’s nice, but it’s really heavy and deep, I think we need something light and musically“. Vielleicht einen Ska-Song, meinte er, und: “was ist denn mit ‚Simmer Down‘?” Das hat für mich sofort Sinn gemacht, auch textlich: Kommt alle mal ein bisschen runter und nehmt euch Zeit. Ich glaube, dann wären wir alle besser dran. Ich hatte dann die Idee, Marcia mit ins Boot zu holen und habe sie angerufen. Sie war sofort da. Wir haben anschließend ganz ungezwungen das Video auf Kuba aufgenommen.


Sie wirkt als hätte sie nach wie vor eine große Ausstrahlung.


gentleman Ja, sie ist unglaublich. Marcia ist schon eine Queen.


Dazu ist sie auch mit 66 noch ziemlich in der Szene aktiv. Wie siehst du dich denn mit 66 Jahren –immer noch im Studio und auf der Bühne?


gentleman (lacht) Ich weiß es nicht. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, mit der Musik aufzuhören. Wenn ich länger nicht im Proberaum oder auf der Bühne bin, dann fehlt mir was. Wenn man sieht, wie schnell die Zeit in den letzten 20 Jahren vorbeigegangen ist, dann bin ich ja morgen 66. Und dann werde ich noch Musik machen, ja.


Nimmst du dir das vor?


gentleman Nein, sowas kann man sich nicht vornehmen. Man muss gesund bleiben. Das Wichtige beim Musikmachen, beim Songschreiben und beim Touren ist, dass man es nicht übertreibt. Dass man sich die Zeit zur Reflektion nimmt. Und dann ist es auch wieder gut. Es gibt schon Phasen, da hat man viel zu tun. Aber man kann seinen Einsatz selbst steuern, so dass man vielleicht nicht zwei, drei Mal im Jahr auf Tour geht, sondern auch mal nur einmal. Ich könnte mir vorstellen, irgendwann kürzer zu treten – aber nicht, gar keine Musik mehr zu machen.


Erfolgreich ist ja auch deine Unplugged-Tour. Da habt ihr für den Herbst auch neue Termine nachgeschoben, die Tour geht weiter.


gentleman Ja, es geht immer weiter (lacht).


Ist es für dich etwas Besonderes, dass gerade deine Unplugged-Auftritte sehr gefragt sind?


gentleman Ja, schon, absolut. Das ist von der Produktion und der Art und Weise, Musik zu machen, etwas anderes. Es gibt keine Synthesizer, sondern nur Rhodes und Streicher auf der Bühne. Das ganze Setup ist unglaublich; was es für eine Kraft ausstrahlt und wie die Songs atmen. Das Feedback war einfach Knaller. Aber es war vorher schon relativ klar, dass wir von der Tour zwei Teile machen: den ersten in Deutschland, den zweiten international.






Und jetzt haben wir wieder die alte Kombination: Du bringst dein Album mit Ky-Mani raus, bist selbst auf der neuen Platte von Frank Dellé als Feature dabei, und als Dritter im Bunde kommt Ende September die neue LP von Patrice. Seeed, Gentleman und Patrice sind auch 2016 noch voll am Start. Das spricht für eure Qualität, aber ist es auch ein Zeichen, dass niemand anderes aus der Szene nachkommt?


gentleman Die Frage habe ich mir nie gestellt. Wir machen einfach alle gerne Musik und haben anscheinend immer noch den Drang, bestimmte Gefühle und Gedanken in Musik zu manifestieren. Ob andere nachkommen, ich weiß nicht. Ich habe das Gefühl, dass das ganze Reggae-Movement im Aufwind ist, das sehe ich auf Jamaika. Ich denke immer international und versuche zu vermeiden, in einzelnen nationalen Szenen zu unterscheiden. Wenn ich sehe, was aus Jamaika wieder an Produktionen kommt, macht mir das Mut – dass es wieder Musik mit guten Inhalten gibt und ein Lernprozess stattgefunden hat. Reggae ist eine Musik, die es verdient hat, im Mainstream zu sein. Das findet ja leider nicht statt. Ich höre nie einen Luciano bei Einslive. Ich glaube aber, dass Reggae gerade wiederkommt.


Dasselbe fand zuletzt doch auch im Hiphop statt. Nach einer Phase von viel Straßenrap gibt es wieder Künstler, die sich politischen Themen widmen. Auch die Beginner geben jetzt ihr Comeback beim Summerjam. Bei der ersten Single „Ahnma“ hast du ebenfalls deine Stimme drin gehabt.


gentleman Stimmt, jetzt wo du es sagst – ich habe viel gemacht (lacht). Ich habe gestern auch mit Afrob einen Song für sein neues Album aufgenommen.


Das sind alles Leute, die schon lange dabei sind. Wie war es für dich, beim Relaunch der Beginner am Start zu sein?


gentleman Wir kommen ja aus einer Ära. Wir haben Mitte, Ende der 90er Jahre angefangen, unsere Mucke zu entdecken. Jan (Eißfeldt; Red.) hatte mich angerufen und gefragt, ob ich die Hook singen will. Er hat mir den Beat dann zugeschickt und „Ahnma“ hat mich direkt weggebeamt. Eine Stunde später habe ich direkt den Chorus geschrieben, das war einfach da. Ich glaube, dass es auch wichtig ist, bei den Kids stattzufinden. Die Beginner haben das ja drauf, den Spagat hinzukriegen, authentisch zu sein und sich trotzdem verändern zu können.






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text: fsch
fotos: pascal bünning


© reggae-interviews.de 2016

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 Gentleman & Ky-Mani Marley

Aus

Köln

Termine

Gentleman & Ky-Mani Marley live
09.07. - E-Torre del mar, Weekend Beach Festival
13.07. - HU-Budapest, Budapest Park
15.07. - CH-Bern, Gurtenfestival
16.07. - CH-Locarno, Moon & Stars
06.08. - BEL-Geel, Reggae Geel

Gentleman MTV unplugged
25.08. - Hamburg - Stadtpark (Special Guests: Ky-Mani Marley, Milky Chance, Martin Jondo & Daddy Rings)
26.08. - Gelsenkirchen - Amphitheater (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo & Daddy Rings)
27.08. - A-Clam - Burg Clam (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo)
29.08. - CH-Zurich - Kaufleuten
30.08. - CH-Zurich - Kaufleuten (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo & Daddy Rings)
31.08. - München - Circus Krone Bau (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo & Daddy Rings)
02.09. - LUX-Luxembourg City - Den Atelier (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo & Daddy Rings)
03.09. - PL-Lublin - Spotkania Kultur (Special Guests: Ky-Mani Marley, Martin Jondo & Daddy Rings

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